So., 17.07.2005 |

Foto:
Vorstandsmitglied Gabriele Lugmair übernimmt 1.700
Sportdressen von Intersport Wels. |
Für eine Spendenaktion der Neustädter Kaufmannschaft stellte
Intersport Zentrale Wels 1.700 Stück Trikots und Shorts zur Verfügung.
Freudig überrascht war Spendeninitiator Mag. Günter Lugmair von
shoppingwels.at, dass auf Vermittlung einer Neustädter Unternehmerin
gleich zwei Paletten voll Sportdressen, gespendet von der Firma
Intersport abholbereit waren.
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Zur Vorgeschichte: Seit Jahren begleitet shoppingwels.at den
Upper Austria Cup mit Berichten und Fotoserien für das Internet.
Mag. Lugmair von shoppingwels.at, gleichzeitig auch
Vorstandsmitglied der Neustädter Kaufmannschaft, bemerkte schon
im Vorjahr, dass man mit
Kleinigkeiten, wie Notizblöcke oder Kugelschreiber, den aus ärmeren Ländern zum Upper Austria
Cup angereisten Kindern eine große Freude machen konnte. So nahm
man sich für dieses Mal vor, über die
Neustädter Kaufmannschaft eine kleine Sammelaktion zu starten.
Freudig überrascht war man, als auf Vermittlung einer Neustädter
Unternehmerin gleich zwei Paletten voll Sportdressen versprochen wurden, gespendet
von der Firma Intersport.
"Ich bin ganz weg" sagt Johann
Oberndorfer, der Organisator des Jugendfußballturniers, "und
freue mich, dass wir vielen Kindern was mitgeben können." und
weiter: "Wir haben immer wieder Kinder aus Ländern dabei, die
sich nicht mal ordentliche Dressen oder Sportschuhe leisten
können, manche spielen in ihrer Heimat sogar barfuß.
Ich möchte
mich auf diesem Wege ganz herzlich bei der Firma Intersport und
auch den anderen Gebern sowie der Neustädter Kaufmannschaft
bedanken und Herrn Mag. Lugmair dafür, dass er das überhaupt in
die Hand genommen
hat".
Freitag Mittag wurden über 1.000 Sportleibchen und 700
Sporthosen in fünf verschiedenen Farbkombinationen von
Intersport an Vorstandsmitglied Gabriele Lugmair von der
Neustädter Kaufmannschaft übergeben.
Mit einem Kleinbus wurden diese zur
Turnierzentrale des UAC gebracht, wo sie nach Größen sortiert und den
entsprechenden Vereinen zugeteilt wurden.
Am Freitag und Samstag
wurden dann bei den Siegerehrungen diese an die Kinder
übergeben.

Mag. Manfred Zopf,
Jugend- und Schulreferent des OÖ. Fußballverbandes
überreicht die gesponserten Sportdressen an die Cup-Teilnehmer
aus Peru.
So konnte vielen, oft angesichts eines verlorenen
Spieles sehr traurigen Herzen eine Freude bereitet werden.
Ebenfalls aus der Neustädter Kaufmannschaft kamen Schachteln
voll Schreibblöcke und hunderte Kugelschreiber, weitere Leibchen,
Bekleidung und einige Spielsachen, die an die Spieler ausgeteilt
wurden.
Foto:
Orthopädieschuh-
machermeister Gerhard Sperl übergibt Schreibblöcke und
Kugelschreiber.

Foto:
EA-Service Team Chefin Alice Fingernagel übergibt Schachteln
voller Schreibblöcke, Bekleidung und Spielzeug.
ohne
Foto: Auch von DAF-Fiedler Inh. Georg Seelmaier wurden T-Shirts
übergeben.
Kinder aus vielen Nationen in Wels
"Wir möchten auch im kommenden Jahr versuchen, Spenden dieser Art
aufzutreiben." sagt Mag. Günter Lugmair und zeigt sich
enttäuscht darüber, dass kaum Zuseher bei den Spielen sind. "Da
sind fast 2.000 Kinder aus vielen Nationen der Erde bei uns in
Wels, um ein Fußballturnier zu bestreiten und die Bevölkerung
nimmt kaum Notiz davon."
Für viele Kinder Fußball
oft einzige Chance
Für die Kinder und Jugendlichen, die aus manchen afrikanischen
Ländern, wie Nigeria oder aus Südamerika, wie Peru oder Chile
kommen, sind diese Cup-Spiele ein außergewöhnliches Ereignis.
Fußball ist in diesen Ländern oft die einzige Chance, aus Armut
oder Slums zu entkommen. So melden sich jedes Jahr mehr als 300
Straßenkinder aus Peru, um dabei sein zu dürfen und nur wenige
können ausgewählt werden, weil einfach die Mittel fehlen. "Da
gibt es wirkliche Talente, aber diese können nicht mit, weil
ihnen niemand den Flug zahlt." wie uns die für die
südamerikanischen Länder zuständige Dolmetscherin vom UAC, Frau
Lanzinger, erklärt. Aber auch aus Europa sind oft Clubs aus
ärmlicheren Verhältnissen Teilnehmer, wie aus Estland,
Moldawien, Rumänien u.a. Ländern.
Wenn man sieht, mit welch Begeisterung und Aufopferung diese
Kinder spielen, würde jede Unterstützung auf fruchtbaren Boden
fallen. Und Kinder aus diesen aufstrebenden Ländern werden sich
vielleicht einmal erinnern, welch positiven Aufenthalt sie in
Wels hatten.
Jede Hilfe ist eine Investition in die Zukunft. Sind es nicht
auch diese Kinder, die den wirtschaftlichen Aufstieg mit
beeinflussen werden? Werden die sich an uns erinnern? Werden wir
dann wieder gute Geschäfte mit vielleicht alten Bekannten
machen?
Wir sind alle aufgerufen, so einem - Nationen verbindenden -
Ereignis, wie dem Upper Austria Cup noch mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Da muss es doch
Möglichkeiten geben. Auch andere Medien sind gefordert und wir
laden ein, hier vielleicht eine gemeinsame Aktion zu starten.
Schreiben Sie uns doch bitte Ihre Meinung dazu an
news@shoppingwels.at.
■ gl
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